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Schienentherapie

In einigen Fällen ist es notwendig für den Patienten Schienen anzufertigen.

Man unterscheidet in der Regel zwei Fälle.

Knirscherschienen: der Patient knirscht meist nachts im Schlaf stark mit   den Zähnen. Meist bekommt dies nur der Ehepartner mit. Durch diese Art des Stressabbaus werden die Zähne regelrecht abgeschliffen. Außerdem kann das knirschen Kiefergelenksprobleme sowie starke morgendliche Kopfschmerzen (auch Ohrenschmerzen) verursachen. Um dies zu verhindern setzt der Patient regelmäßig abends einfach nur die Knirscherschiene ein. So wird nur der weichere Kunststoff durchgeschliffen und das Kiefergelenk und die Zähne geschont. Die Knirscherschiene ist in der Regel eine Kassenleistung.

 

Miniplastschienen: sieht ähnlich wie eine Knirscherschiene aus, bedeckt aber 1-2 mm das Zahnfleisch und ist aus dünnem Kunststoff. Man verwendet diese Schiene als Medikamententräger. z. B. für Elmex-Gelee zur intensiven Zahnhärtung oder mit Corsodyl-Gel zur Keimzahlreduktion bei starker Karies bzw. Parodontitis. Die Schienen werden mit dem Gel für 2-3 Stunden abends im Mund belassen. Das Medikament bleibt somit für längere Zeit hochkonzentriert dort wo es wirken soll und wird nicht sofort vom Speichel fortgespült. In schweren Fällen ist diese Schiene eine Kassenleistung.